Start Kuppel des Petersdoms besichtigen – ein spannendes Erlebnis!

Kuppel des Petersdoms besichtigen – ein spannendes Erlebnis!

Die Besichtigung der Kuppel des Petersdoms in Rom ist ein Highlight, das ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen solltet. Der Aufstieg bis zur in ca. 117 Meter Höhe gelegenen Aussichtsplattform ist nämlich ein Erlebnis, das in Rom seinesgleichen sucht – vom tollen Ausblick über die ewige Stadt ganz zu schweigen. Um euch bei der Planung eures Besuches ein wenig zu helfen, findet ihr in diesem Artikel alle wichtigen Infos für die Besichtigung der Kuppel des Petersdoms (einen Erfahrungsbericht und praktische Informationen wie Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Wartezeiten).

Erfahrungsbericht – Kuppel des Petersdoms

Aufstieg Kuppel Petersdom

Der Eingang zur Kuppel befindet sich rechts neben dem Petersdom (wenn man auf das Gebäude schaut) und ist sehr gut ausgeschildert. Die Tickets können nur in bar bezahlt werden und kosten 6 € oder 8 € (mehr Infos unter Eintrittspreise).

Nach dem Ticketkauf kann es mit dem Aufstieg beginnen. Falls ihr ein Ticket für den Aufzug gelöst habt, müsst ihr am Eingang sofort rechts abbiegen, noch vor der Wendeltreppe. Der Aufzug ist ein bisschen versteckt, doch üblicherweise überprüft ein Angestellter des Vatikans am Eingang noch einmal euer Ticket und zeigt euch den Weg. Falls ihr die Treppe nehmt: Der erste Teil des Aufstiegs ist relativ flach, wie ihr auf diesem Bild sehen könnt:

Petersdom Aufstieg erste Treppen

Nach diesen ersten 231 Stufen befindet ihr euch bereits in 45 Meter Höhe und könnt die Aussichtsplattform im Inneren des Petersdom betreten. Der Ausblick ist spektakulär, auch wenn einem die Sicht ein wenig durch das Drahtgitter versperrt wird.

Ausblick Petersdom Kuppel Innen

Danach kommt der spannende Teil des Aufstiegs! Die Treppen werden immer schmaler und immer steiler. Der Aufstieg erfolgt entlang der Innenwand der Kuppel, sodass die Wände aufgrund der Wölbung der Kuppel mit steigender Höhe immer schräger werden. Schaut euch dieses Bild an, das eigentlich gerade ist!

Kuppel Petersdom Schräge Wand

Hier kann man fast nicht mehr gerade stehen und ich musste mich – wie viele andere größere Besucher – an der Innenwand abstützen. Der vorletzte Teil des Auftiegs erfolgt über diese verschachtelten Treppen:

Kuppel Petersdom Aufstieg Treppen

Im letzten Abschnitt erwartet euch dann noch eine schmale, enge und steile Wendeltreppe. Ein Geländer sucht man hier vergeblich. Man kann sich lediglich an einem Seil festhalten und sich die letzten Meter „hochangeln“. Lasst euch hier ruhig Zeit – ausrutschen möchte man hier nicht!

Wendeltreppe Kuppel Petersdom

Aufstieg Petersdom Kuppel Stufen

Geschafft – Nun seid ihr im wahrsten Sinne des Wortes dem Himmel ein Stück näher gekommen! Der tolle Ausblick über Rom und den Petersplatz entschädigt natürlich für den anstrengenden Aufstieg.

Ausblick Kuppel Petersdom

Ausblick Kuppel Petersdom

Der Abstieg erfolgt über eine andere Wendeltreppe, die ebenfalls sehr schmal und sehr steil ist.

Treppe Abstieg Petersdom

Treppen im Petersdom

Nachdem ihr über weitere verschachtelte Treppen die Basis der Kuppel wieder erreicht habt, könnt ihr die Dächer des Vatikans betreten.

Statuen Dach Vatikan Petersdom

Dach Vatikan Kuppel Petersdom

Hier könnt ihr einen näheren Blick auf die 140 Statuen werfen, die man auch vom Petersplatz aus sehen kann. Wer möchte, kann sich auch noch ein Souvenir kaufen oder einen kleinen Happen essen… Ja, es gibt auch ein Restaurant auf dem Petersdom!

Toiletten auf der Kuppel des Petersdom

Toiletten WC Kuuppel Petersdom

Während des Aufstiegs stehen leider keine Toiletten zur Verfügung. Auf dem Dach des Petersdoms gibt es aber einige Toiletten (neben dem Restaurant und dem Souvenir-Shop). Falls ihr vor der Besichtigung noch einmal zur Toilette müsst: Unter den Säulen des Petersplatzes (südliche Kolonnade) gibt es zahlreiche WCs.

Wartezeiten Kuppel des Petersdoms

Wartezeiten Kuppel Petersdom

Traurig aber wahr: Auch wenn ihr schon eine Stunde am Eingang des Vatikans angestanden habt, könnt ihr nicht sofort mit dem Aufstieg der Kuppel beginnen. Nachdem ihr die Sicherheitskontrolle am Eingang des Vatikans hinter euch gelassen habt, müsst ihr euch nämlich noch in die Warteschlange für die Besichtigung der Kuppel einreihen.

Die Wartezeiten an der Kuppel fallen ganz unterschiedlich aus. Hier ein Bild, auf dem die Warteschlange bis zum Ende der Absperrung reicht. Ist die Schlange so lang, müsst ihr mit einer Wartezeiten von ca. 1 Stunde rechnen.

Bei meinem letzten Besuch war die Warteschlange halb so lang und ich war in circa 20-25 Minuten an der Kasse, was eigentlich völlig ok ist. Nachdem ihr eure Eintrittskarte gelöst habt, kann es sein, dass ihr noch einmal 5 bis 10 Minuten am Aufzug anstehen müsst – länger sollte es nicht dauern. Personen, die ein Ticket für die Treppen gekauft haben, könnt sofort mit dem Aufstieg beginnen.

In der Regel ist es so, dass die Warteschlange am späten Nachmittag etwas kürzer ist, da viele Touristen bereits den Vatikan verlassen haben und sich für den Abend in Rom vorbereiten. Plant jedoch immer einen kleinen Sicherheitspuffer ein und vermeidet es, die Kuppel des Petersdom auf den letzten Drücker zu besichtigen. Wenn ihr Pech habt, wird die Kasse vor euch geschlossen und ihr müsst am nächsten Tag noch einmal vorbeikommen.

Es gibt für die Vatikanischen Museen und das Kolosseum sogenannte Ohne Anstehen-Tickets, mit denen man sehr viel Zeit sparen kann. Für die Kuppel des Petersdoms werden solche Eintrittskarten leider nicht angeboten.

Kuppel Petersdom bei Höhenangst oder Platzangst

Höhenangst Kuppel Petersdom

Dass ich hier Platzangst erwähne, mag dem einen oder anderen vielleicht etwas komisch vorkommen. Doch es ist tatsächlich so, dass viele Passagen relativ eng sind. Ein Teil des Aufstiegs (und auch des Abstiegs) verläuft zum Beispiel über eine sehr enge Wendeltreppe – umkehren kann man hier nicht. Oftmals befindet man sich auch zwischen der Außenwand und der Innenwand der Kuppel, was Personen mit Platzangst vielleicht verunsichern mag. Die „engsten“ Stellen seht ihr oben in den Bildern meines Erfahrungsberichts. Ich würde Personen mit Platzangst jedoch keineswegs davon abraten, die Kuppel zu besichtigen – so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Doch wenn ihr unter einer extremen Form von Platzangst leidet, oder es nicht vertragen könnt, enge Wendeltreppen zu nehmen, würde ich von der Besteigung der Kuppel des Petersdoms abraten.

Und wie sieht es mit Höhenangst aus? Ich leide hin und wieder unter Höhenangst, besonders wenn kein Geländer vor mir ist und ich direkt in den Abgrund gucken kann. Im Petersdom gibt es solche Stellen nicht. Die Aussichtsplattform im Innern der Kuppel ist mit einem sehr stabilen und dicken Stahldraht gesichert, sodass man die Höhe von 45 Metern am Anfang gar nicht so richtig wahrnimmt. Erst wenn einem bewusst wird, dass man auf einer schmalen Steinmauer steht, die vor hunderten von Jahren gebaut wurde und nach unten schaut, wird man sich der Dimensionen des Gebäudes bewusst. Höhenangst sollte jedoch kein Problem sein, da die Plattform in der Kuppel sehr gut gesichert ist. Ganz oben auf der Kuppel des Petersdoms ist die Situation ähnlich. Die gesamte Aussichtsplattform ist von einem Gitter umgeben, sodass man auch hier nie „am Abgrund“ steht. Außerdem kann man nicht direkt nach unten schauen.

Personen mit Höhenangst müssen sich also keine Sorgen machen und können gelassen die Kuppel des Petersdoms besichtigen. Falls ihr euch trotzdem ein wenig unwohl fühlt: Die Aussichtsplattform an der Spitze ist zwar klein, aber man ist keineswegs gezwungen, direkt am Geländer zu stehen und kann sich immer 2-3 Meter davon entfernt aufhalten. Lasst euch in keinem Fall die Kuppel nicht entgehen – es lohnt sich!

Preise für die Kuppel vom Petersdom

Eintrittspreise Öffenungszeiten Kuppel Petersdom

Der Preis für den Aufstieg über die Treppen (insgesamt 551 Stufen) beträgt 6 €. Wer für den ersten Teil des Aufstiegs (231 Stufen) den Aufzug nehmen möchte, zahlt 8 € Eintritt. Der zweite Teil des Aufstiegs (320 Stufen) erfolgt immer zu Fuß.

Wie schon oben erwähnt: es gibt leider keine Ohne Anstehen-Tickets für die Kuppel des Petersdom. Rabatte für Gruppen, Kinder, oder Behinderte gibt es auch nicht. Es wird am Eingang auch darauf hingewiesen, dass die verschiedenen Rom-Pässe für die Kuppel nicht gelten. Der Eintrittspreis von 6 € bzw. 8 € muss also von allen Besuchern bezahlt werden.

Achtung: Bankkarten werden an der Kasse der Kuppel nicht akzeptiert. Ihr könnt hier lediglich mit Bargeld zahlen. Auch wenn diese Info beiläufig erscheinen mag: Ich habe zwei Paare gesehen, die nicht mehr genug Bargeld dabei hatten und deswegen nicht nach oben konnten – ganz schön frustrierend. Nehmt also genügend Bargeld mit, wenn ihr die Kuppel besichtigen wollt.

Ist die Kuppel des Petersdoms behindertengerecht?

Leider ist die Kuppel des Petersdoms nicht behindertengerecht. Man kann zwar den Aufzug nehmen, um die ersten 231 Stufen zu überwinden, doch für den zweiten Teil des Aufstiegs gibt es keinen Fahrstuhl. Rollstuhlfahrer können also nicht auf den Petersdom. Doch wie sieht es aus, wenn man nur eine leichte Gehbehinderung hat? Auch in diesem Fall sollte man von einem Aufstieg absehen. Die Treppen, die bis zur Aussichtsplattform an der Spitze des Petersdom führen, sind nämlich teilweise sehr eng und sehr steil. Besonders der letzte Teil des Aufstiegs (bzw. der erste Teil des Abstiegs) hat es in sich. Hier muss man sich an einem Seil festhalten und sich die schmale Wendeltreppen wortwörtlich „hinaufziehen“. Darüber hinaus sind die Wände der Kuppel manchmal so schräg, dass man sich an die Wand lehnen muss, um vorwärts zu kommen. Mit einer Gehbehinderung oder mit Gehstöcken / Krüken sind diese Passagen fast unmöglich zu bezwingen. Leider ist es nicht geplant und aufgrund der Architektur der Kuppel auch nicht möglich, den zweiten Teil des Aufstiegs mit einem Aufzug nachzurüsten.

Wie viele Stufen hat der Petersdom? Ist der Aufstieg anstrengend?

Anzahl Stufen Petersdom

Insgesamt müsst ihr 551 Stufen überwinden, um die Aussichtsplattform ganz oben auf dem Petersdom zu erreichen. Der Aufstieg besteht aus zwei Abschnitten.

Der erste Teil hat 231 sehr flache Stufen und führt euch zur Aussichtsplattform innerhalb des Doms. Gegebenenfalls könnt ihr für diese ersten 231 Stufen auch den Aufzug nehmen.

Danach kommt der zweite Teil des Aufstieg, bei dem man noch einmal weitere 320 Stufen hochsteigen muss. Dabei geht es an einigen Orten auch recht steil bergauf. Ich denke da zum Beispiel an die letzte Wendeltreppe, die sehr steil ist und bei der das Geländer aus einem einfachen Seil besteht. Es ist jedoch im zweiten Teil des Aufstiegs nicht immer so steil und ihr könnt euch eigentlich immer auf die Seite stellen, um euch ein wenig zu erholen. Dieser zweite Teil des Aufstiegs erfolgt immer über die Treppe – einen Aufzug gibt es für die letzten 320 Stufen nicht.

Personen, die sich in einer normalen körperlichen Verfassung befinden, werden mit dem Aufstieg keine Probleme haben. Ich treibe nur gelegentlich Sport und fand es ganz und gar nicht anstrengend. Man kommt zwar ein bisschen ins Schwitzen, aber dafür sind eigentlich nur die sommerlichen Temperaturen in Rom verantwortlich! Personen, die in schlechter körperlicher Verfassung sind, sollten selbst entscheiden, ob sie sich in der Lage fühlen, den Aufstieg anzutreten. Ich fand es wie gesagt nicht so schlimm, aber es wird am Eingang der Kuppel deutlich darauf hingewiesen, dass Personen mit körperlichen Beschwerden und insbesondere Herzproblemen von einer Besichtigung absehen sollten.

Öffnungszeiten

Die Kuppel des Petersdoms kann jeden Tag von 8 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. Im Winter gelten folgende Öffnungszeiten: 8-17 Uhr. Die Kassen schließen eine halbe Stunde bis Stunde früher – seid also rechtzeitig vor Ort. Während der Papst-Audienzen und anderen Zeremonien im Petersdom und Vatikan darf man die Kuppel nicht besichtigen.

Lage / Metro


Der Petersdom und die Kuppel der Kirche liegen im Vatikan. Das kleinste Land der Welt befindet sich nicht weit vom Zentrum von Rom entfernt und ist zu Fuß oftmals in nur wenigen Minuten zu erreichen. Wer mit der Metro zum Vatikan fahren möchte, muss die Linie B nehmen und an der Station „Ottaviano“ aussteigen. Von dort aus sind es noch einmal 5 bis 7 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Petersplatzes. Zahlreiche Buslinien fahren bis zum Vatikan, bzw. stoppen in der Nähe (Station „Risorgimento“ für die Linien 23, 49, 492, 982, 32, 81, 590, Station „Piazza delle Rovere“ für die Linien 34, 46, 64, 98, 881, 916 und „Largo Di Porta Cavalleggeri“ für die Linie 64 – wie ihr seht, habt ihr die Qual der Wahl!). Die nächste Tram-Haltestelle ist „Risogimento – San Pietro“ (Linie 19). Achtung: Stellt euch nicht in die Warteschlange für die vatikanischen Museen, sondern folgt der Mauern des Vatikans entlang bis zum Eingang des Petersplatzes.

6 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    Danke erst einmal für die guten Antworten.
    Wir sind jetzt im Mai in Rom. Im Bereich des Westens.
    Ich würde gerne wissen, ob ich mit dem 8€ Ticket bis nach Ipego degli Ottavi fahren kann.
    Heißt von Fluimicino bis nach Ostiense. Dann würde ich in die FL3 einsteigen.
    Danke für deine Antwort.

    • Hallo HNS,
      du kannst schon in Trastevere in die FL3 umsteigen.
      Mit dem Ticket kannst du jede Station im Stadtgebiet anfahren (bis zu den roten Stationen: http://www.atac.roma.it/files/doc.asp?r=385), also auch Ipogeo degli Ottavi.
      Erkundige dich sicherheitshalber noch einmal vor Ort, da ich bisher immer nur ins Zentrum gefahren bin 🙂
      VG, Roman

  2. Hallo, ganz großes Lob für ihre tolle Webseite mit tollen Tipps für einen Rom-Urlaub. Wir fliegen in 3 Tagen nach Rom und wollen auch unbedingt die Kuppel vom Petersdom besteigen. Ein bisschen Muffensausen habe ich vor dem letzten Teil, der Wendeltreppe mit dem Seil.
    Wie lange ist denn diese letzte Treppe ? 30 – 50 – 80 Stufen ???

    Vielen Dank für die Antwort.

    • Hallo Susanne,
      genau weiß ich es nicht, ich würde aber so ca. 30 Stufen sagen.
      Angst brauchst du keine haben – dort oben bist du in besten Händen 🙂
      Und der Aufstieg lohnt sich wirklich!
      Viele Grüße und viel Spaß in Rom!
      Roman

  3. Moin Moin, kommt man direkt nach der Kuppelbesteigubg bzw. Besichtigung in den Petersdom? Oder muss ich mich um den Petersdom zu besichtigen wie neu anstellen?
    Wann denkst du ist Mitte Juli 13-14.07.17. die beste Zeit am Nachmittag für die Kuppel und danach den Petersdom?

    Gruß aus dem Norden

    • Hallo Stefan,
      die Besichtigung der Kuppel endet im Petersdom. Ihr braucht euch also nicht noch einmal anstellen. 🙂
      Wg. der besten Zeit: Genau kann man es nie sagen – so ab 15/16 Uhr wird es in der Regel langsam leerer.
      Viele Grüße,
      Roman

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