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Pantheon in Rom (Infos, Preise, Öffnungszeiten)

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Das Pantheon in Rom

Das Pantheon in Rom ist ein antikes Monument, das besonders für seine Zementkuppel im Inneren berühmt ist. Das beeindruckende Bauwerk im Herzen der italienischen Hauptstadt zählt zu den besterhaltenen Gebäuden der Antike und verströmt noch heute eine spirituelle Aura, die sowohl Einheimische als auch Reisende in ihren Bann zieht. Alles was man über das Gebäude und für die Besichtigung des Pantheons in Rom wissen muss, erfahrt ihr hier.

Historisches zum Pantheon

Wie es sein Name schon ausdrückt, wurde das Pantheon für alle Götter gebaut: Das griechische „pan“ steht für „alle“ und das „théos“ bedeutet „Götter“. Demnach steht der griechische Name für die Gesamtheit aller Götter. Zudem wurde das Gebäude auf dem Marsfeld, dem Campus Martius, erbaut, somit galt es als allen Göttern geweihtes Heiligtum in Rom, denn insbesondere dieser Bereich war dem römischen Kriegsgott Mars gewidmet.

Pantheon in Rom Fassade

Das Pantheon ist der Nachfolger eines Tempels, welchen Marcus Vipsanius Agrippa, Freund und Schwiegersohn des Augustus, am gleichen Ort errichten ließ. Während eines Brandes im Jahr 80 n. Chr. wurde der ursprüngliche Tempel beschädigt und im Anschluss neu restauriert. Im Jahr 1100 brannte das Bauwerk infolge eines Blitzschlages abermals ab. Die faszinierende Konstruktion des heutigen Gebäudes wurde durch den römischen Kaiser Hadrian inspiriert, der es als Tempel-Neubau im 2. Jahrhundert n. Chr. wieder aufbaute. Unter Kaiser Honorius wurde der Betrieb dieses Tempels schließlich endgültig eingestellt, bis das Pantheon dann im Mittelalter, ungefähr im 6. Jahrhundert n. Chr., zur christlichen Kirche geweiht wurde. Der offizielle Name der nun römisch-katholischen Kirche lautet Santa Maria ad Martyres.

Die Besichtigung des Pantheons

Die Besichtigung des Pantheons gestaltet sich ganz unkompliziert, denn es gibt keine Wartezeiten und der Eintritt ist umsonst. Man muss hier auf nichts achten und kann das Pantheon einfach so besichtigen. Leider ist es jedoch oft relativ voll, da das Pantheon natürlich zu den beliebtesten Sightseeing-Orten der Stadt gehört.

Das Pantheon gilt auch heute noch als der größte Kuppelbau der Antike und ist ein architektonisches Wunder. Das Bauwerk besteht aus insgesamt zwei Tempelteilen: Pronaos und Rotunde. Pronaos wird die Vorhalle bei griechischen Tempeln genannt und bezeichnet hier den Eingangsbereich mit seiner bekannten Säulenhalle. Die Rotunde bildet den eindrucksvollen Rundbau und zeitgleich Innenraum mit seiner Kuppel, die dem Bauwerk als Decke dient. Obwohl beide Bestandteile des Pantheons äußerst bemerkenswert sind, bekommt Letzteres, der von außen nahezu unscheinbar wirkende Rundbau, eine besondere Aufmerksamkeit.

Eingang Pantheon in Rom

Der Kuppelbau, der insgesamt 43 Meter Durchmesser hat und am Scheitelpunkt der Kuppel ebenso hoch ist, gilt als architektonisches Vorbild und begeistert sowohl Einheimische als auch Touristen gleichermaßen. Das Material der Kuppel besteht aus leichtem, vulkanischem Stein, der aufgrund seiner Gewichtsersparnis sehr wichtig ist. Die einzig natürliche Lichtquelle im Inneren ist die neun Meter große, runde Öffnung am höchsten Punkt des Gewölbes. Das Sonnenlicht, das stets in einem anderen Winkel einfällt, verströmt eine unvergessliche und erhabene Atmosphäre.

Grab Raffael Pantheon

Der Pantheon – was viele nicht wissen – dient auch als Grabstätte. Die meisten Besucher schauen sich einfach nur die Kuppel an und bemerken nicht einmal, dass neben ihnen einer der einflussreichsten und bedeutendsten Maler überhaupt ruht: Raffael. Auch des ersten italienischen Königs Umberto I kann man sich im Pantheon anschauen.

Interessante Fakten zum Pantheon

Die riesige Kuppel des Pantheons war insgesamt 1700 Jahre der größte Kuppelbau der Welt und sein Vorbild beeinflusste maßgeblich die Architektur. So galt er beispielsweise für das Hauptgebäude der University of Virginia, das Kapitol in Washington, das Panthéon in Paris und den Petersdom in Italien als Prototyp für Kuppelbauten.

Das Pantheon in Rom war nicht nur ein den römischen Göttern gewidmeter Tempel, sondern, so wird häufig vermutet, hatte auch eine Funktion als riesige Sonnenuhr. Der Winkel, in dem die Sonnenstrahlen durch die Kuppelöffnung im Inneren des Gebäudes dringen, hatte somit eine wichtige Bedeutung. Bereits die Römer nutzten ausgehöhlte Halbkugeln mit einem Loch in der Mitte als Sonnenuhr für größere Zeiträume, um die Jahreszeit anzuzeigen. Ebenso könnte es auch beim Pantheon in Rom gewesen sein.

Löcher Boden Pantheon Rom

Es regnet im Pantheon! Die große Öffnung am höchsten Punkt der Kuppel ist nicht mit einer Glasscheibe oder Ähnliches abgedeckt. Ist das Wetter ist Rom regnerisch, plätschert das Wasser tatsächlich auf den 2000 Jahre alten Marmorboden. Deswegen ist der Bereich direkt unter der Öffnung auch abgegrenzt, damit Besucher nicht ausrutschen. Achtet auch auf den Boden, wenn ihr das Pantheon besichtigt: Damit das Wasser ablaufen kann, wurden an verschiedenen Stellen Löcher in den Boden gestanzt.

Metro / Bus / Lage Pantheon in Rom

Das Pantheon liegt direkt im Zentrum an der Piazza della Rotonda. Es gibt keine Metrostationen in unmittelbarer Nähe. Am besten ist es, das Pantheon bei einem Streifzug durchs Zentrum zu erkunden, bei dem ihr euch auch die verschiedenen Plätze wie der Campo de Fiori oder die Piazza Navona anschauen könnt.

Eintrittspreise Pantheon in Rom

Das Pantheon in Rom kann man kostenlos besichtigen.

Öffnungszeiten des Pantheons in Rom

Das Pantheon könnt ihr Montag bis Samstag von 9 Uhr bis 19:30 Uhr besichtigen. Am Sonntag schließt der Kuppelbau bereits um 18 Uhr. Öffnungszeiten an Feiertagen: Das Pantheon schließt am 25. Dezember und am 1. Januar. An allen anderen Feiertagen ist das Gebäude geöffnet.

Ist das Pantheon behindertengerecht?

Das Pantheon in Rom ist behindertengerecht. Wie ihr auf dem Titelbild sehen könnt, gibt es ein paar Stufen vor dem Eingang. Es wurde allerdings eine Rampe installiert, sodass Rollstuhlfahrer problemlos hineinfahren können.

Wartezeiten am Pantheon

Ein Problem, mit dem so einige Sehenswürdigkeiten in Rom zu kämpfen haben, sind lange Wartezeiten. So ist es nicht unüblich, an den Vatikanischen Museen bis drei Stunden anzustehen. Oftmals ist die Warteschlange einen ganzen Häuserblock lang. Auch das Kolosseum ist für seine lange Wartezeiten bekannt. Wer keine Tickets ohne Wartezeiten hat, muss im Sommer in prallender Sonne anstehen – das ist sehr unangenehm!

Anders sieht es beim Pantheon aus. Die Sehenswürdigkeit ist zwar gut besucht, doch die Wartezeiten am Pantheon sind sehr gering. Es gibt keine Kassen am Eingang (der Eintritt ist umsonst), sodass auch kein Rückstau entsteht. Die Besichtigung dauert auch nicht so lange (die meisten Besucher bleiben nur ein paar Minuten im Pantheon), sodass es einen ständigen Besucherfluss gibt und die Wartezeiten quasi inexistent sind. Das ist äußerst erfreulich!

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