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Touristenfallen in Rom: der Survival Guide!

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Stadtrundfahrt Kutsche Rom

Welche Touristenfallen und Betrügereien kommen in Rom am häufigsten vor? Dank dieses kleinen „Survival-Guides für Rom“ dürftet ihr den vielen Scharlatanen entgehen, die in der Stadt ihr Unwesen treiben. Das einträgliche Geschäft mit dem Tourismus (zur Erinnerung: jedes Jahr kommen 12 Millionen Touristen nach Rom) zieht leider auch immer viele Betrüger an, die auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Die Tricks dieser Betrüger sind jedoch um einiges zweifelhafter als die der Tourismusbranche. Damit ihr nicht direkt auf die ältesteten Maschen dieser Gauner hereinfallt, stelle ich euch die wichtigsten Touristenfallen und Betrügereien in Rom in diesem Survival Guide vor. Lest sie euch aufmerksam durch!

Betrügereien und Touristenfallen in Rom

Die Falle mit dem Außendienstmitarbeiter einer Luxusmarke

Die Technik dieser weitverbreiteten Touristenfalle ist wirklich bestens ausgefeilt! Ihr geht in Rom spazieren und ein Auto hält neben euch an. Der Mann am Steuer ist gut gekleidet und fragt euch in sehr gutem Englisch, wo sich dieser oder jener Ort befindet (oft fragt er nach einem Ort, der ganz einfach zu finden ist und nicht weit entfernt ist). Ihr gebt ihm die gewünschte Auskunft und er bedankt sich höflich. Er lässt in das Gespräch einfließen, dass er Außendienstmitarbeiter eine Luxusmarke ist (Armani, Versace o. Ä.) und zeigt euch Kleidung der neuesten Kollektion.

Um sich für eure Hilfe zu bedanken, möchte er euch einen Anzug oder eine Handtasche dieser Marke schenken. Jedoch, so erzählt er weiter, habe er kein Geld fürs Tanken und fragt euch daher höflich, ob ihr ihm mit 50 oder 100 € aushelfen könntet (und überreicht euch eine gefälschte Visitenkarte).

Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken: Der Anzug oder die Handtasche sind natürlich gefälscht und ihr werdet euer Geld nie wieder sehen! Dass dieser Trick heutzutage noch so gut funktioniert, ist der Tatsache geschuldet, dass nur sehr wenige Menschen bei einer gut gekleideten Person, die noch dazu gut Englisch spricht, misstrauisch werden. Passt also gut auf, falls euch jemand nach dem Weg fragt. Antwortet höflich, aber nehmt keinesfalls irgendwelche Geschenke an (die in Wahrheit gar keine sind)!

Kaffee am Tresen

Touristenfalle Rom Kaffee

Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Touristenfalle oder eine Betrügerei, darauf achten sollte man trotzdem! Wie auch in Paris, kostet ein Kaffee am Tresen, also im Stehen, sehr viel weniger als im Sitzen (egal ob drinnen oder draußen). Am Tresen zahlt man in der Regel zwischen 0,75 € und 1 €, was ja durchaus ein angemessener Preis ist. Nehmt ihr hingegen auf der Terrasse Platz, kostet der Kaffee zwischen 3 € und 4 €, das heißt viermal so viel!

Das Hütchenspiel

Diese Touristenfalle ist uralt, funktioniert aber immer noch sehr gut. Zwar trifft man sie in Rom seltener an, aber man weiß ja nie … Das Prinzip ist einfach: eine Kugel, drei Hütchen und ihr – mehr braucht es dafür nicht! Nun sollt ihr raten, unter welchem der drei Hütchen sich die Kugel versteckt. Es sieht ganz einfach aus! Es spielen bereits andere Leute und sie gewinnen jedes Mal aufs Neue 50 €. Da kann man schon in Versuchung geraten! Wenn ihr dann an der Reihe seid, geht plötzlich alles viel schneller und ihr werdet eure liebe Mühe haben, der Kugel mit den Augen zu folgen. Wenn es dann darauf ankommt und ihr auf das Hütchen zeigen sollt, unter dem sich die Kugel befindet, ist die Gefahr sehr groß, dass ihr euch täuscht. Und dann heißt es leider: „Bye, bye, geliebter 50-€-Schein“.

Kurzum: Lasst lieber gleich die Finger davon! Allein die Tatsache, dass ein Gewinnspiel mitten auf der Straße abgehalten wird, ist verdächtig! Und dass die Leute, die vor euch gespielt haben, alle gewonnen haben, hat natürlich auch einen Grund: Das sind allesamt Komplizen dieser Gauner!

Die Falle mit der angeblichen Petition

Wenn ihr schon einmal in Paris wart, kennt ihr diesen Schwindel bestimmt. Gruppen junger Mädchen, die zumeist dem fahrenden Volk angehören, gehen auf der Straße mit ein paar Blättern Papier spazieren. Sie geben sich für taubstumm aus und gehen, mit ihrem Stift wedelnd, auf die Passanten zu, um sie um eine Unterschrift für irgendeine wohltätige Vereinigung zu bitten.

So weit, so gut! Wenn ihr dann aber unterschreibt, bitten euch die Mädchen um ein paar Euro für den sogenannten wohltätigen Zweck. Ja, ja – wenn man das Kästchen mit den Spenden nicht rechtzeitig gesehen hat, guckt man jetzt doof aus der Wäsche. Aber weil diese armen Mädchen den meisten Touristen einfach nur leidtun, zücken viele den Geldbeutel.

Habt also Acht vor Gruppen junger Mädchen, die euch um eure Unterschrift bitten, und, falls ihr unglücklicherweise doch einmal unterschreiben solltet, gebt ihnen auf keinen Fall Geld. Es gibt sogar eine noch gemeinere Variante dieses Tricks. Dabei drängen sich mehrere Mädchen um euch und, während ihr bei der einen unterzeichnet, nehmen euch die anderen Mädchen unbemerkt euren Geldbeutel ab.

Taschendiebe

Die Taschendiebe in Rom sind wirklich eine richtige Plage! Leider ist man nirgends vor ihnen sicher, auch wenn das Risiko, bestohlen zu werden, um die großen Sehenswürdigkeiten herum, wo sich immer viele Leute aufhalten (Kolosseum, Vatikan, Pantheon etc.) natürlich sehr viel größer als anderswo in der Stadt ist. Besondere Vorsicht ist ebenfalls in den öffentlichen Verkehrsmitteln, speziell in der U-Bahn und im Bus, geboten.

In meinem Artikel Taschendiebe in Rom gebe ich euch besonders detaillierte und interessante Tipps, wie ihr euch vor Taschendieben schützen könnt. Man muss eigentlich nur ein paar wenige Sicherheitsregeln beachten, um Taschendiebe erfolgreich abzuwehren. Viele Touristen halten diese trotzdem nicht ein. Wenn ihr euch hingegen an meine Ratschläge haltet, werden die Taschendiebe das sofort erkennen und euch in Ruhe lassen.

Der Trick mit dem 2-Euro-Stück

Touristenfalle Rom 2 Euro 500 Lire

Schaut euch die zwei Seiten dieses 2-Euro-Stücks an. Bemerkt ihr etwas Auffälliges? Eigentlich nicht, oder? Bei genauerem Hinsehen werdet ihr jedoch bemerken, dass das rechte Geldstück gar kein 2-Euro-Stück ist, sondern eine alte 500-Lire-Münze, welche nur etwa 0,51 Euro wert ist.

Diese Betrügerei war nach der Euro-Umstellung im Jahr 2002, als noch viele alte Lire-Münzen im Umlauf waren, weit verbreitet. Heutzutage bedienen sich die Gauner dieses Tricks eher selten. Zum Schmunzeln: Oftmals versuchen betrogene Touristen das falsche Geldstück auf die gleiche Art und Weise wieder loszuwerden, wie es ihren eigenen Geldbeutel kam!

Wenn man euch also Geld herausgibt, zählt am besten noch einmal nach und schaut die Münzen vor allem Dingen gut an. Solltet ihr doch einmal auf diesen Trick hereinfallen, der euch 1,49 Euro kostet, seht’s positiv: Dieser Trick kommt euch von allen Gaunereien, auf die man in Rom so hereinfallen kann, am günstigsten zu stehen!

Der Trick mit dem heruntergefallenen Geldstück

Ein anderes Missgeschick, das euch passieren kann, wenn man euch Geld herausgibt, ist der Trick mit dem heruntergefallenen Geldstück. Wie dieser Trick geht? Ihr zahlt im Restaurant, der Kellner nimmt euer Geld entgegen, bringt euch das Wechselgeld und zeigt dabei gut sichtbar die größeren Scheine, die er euch schuldet. Beim Aushändigen des Wechselgelds lässt er dann aber alles fallen – so ein Mist aber auch! Wenn er euch dann beim Aufheben des Geldes hilft, lässt er ganz unauffällig einen der größeren Geldscheine verschwinden und tauscht ihn, in der Hoffnung, dass es nicht auffällt, gegen einen kleineren aus.

Die Kutschenfahrtabzocke

Stadtrundfahrt Kutsche Rom

Eine Kutschfahrt durch Rom – was kann es Romantischeres geben? Man muss schon zugeben: Das ist durchaus verlockend! Allerdings kann eine solche Kutschfahrt sehr, sehr teuer sein. Man sollte mit 100 bis 150 € für eine kleine Runde durch die Stadt rechnen, bei der man wie auf dem Präsentierteller von Tausenden von Touristen neugierig beäugt werden wird. Vor dem Pantheon oder auf der Piazza di Spagna vor dem berühmten Treppenaufgang warten immer zwei oder drei Kutschen auf ein paar Dumme. Gebt der Versuchung dieser pseudoromantischen Spazierfahrt keinesfalls nach und macht stattdessen lieber eine Stadtrundfahrt in einen der Touribusse. Das ist zwar nicht ganz so romantisch, aber sehr viel günstiger!

Achtung Falle: Nehmt die Rose keinesfalls an!

Ein weiterer weitverbreiteter Trick, um Touristen Geld aus der Tasche zu ziehen, ist der Rosentrick! Dabei geht es hier keineswegs um die Rosenverkäufer, die man abends auf der Straße antrifft und die zumeist Pärchen ansprechen. Diese Verkäufer wollen nur eine Rose für 2 bis 3 € verkaufen. Auch wenn sie durchaus nervig werden können, sind diese fliegenden Rosenhändler keine Gauner – gleichwohl der Preis für die meist mickrigen Rosen doch etwas überzogen scheint.

Der Rosentrick, den ich euch hier vorstellen möchte, funktioniert ganz anders. Während ihr gemütlich als Paar durch die Straßen Roms spazieren geht, kommt ein Mann auf euch zu und macht der Dame eures Herzens Komplimente. Die Bewegungen und Aussagen dieses Mannes sind oft übertrieben, was das Ganze ein bisschen altbacken und lächerlich wirken lässt. Dadurch hat man nicht das Gefühl, misstrauisch werden zu müssen. Rein zufällig hat der Mann ein paar Rosen in der Hand und möchte eurer hübschen Begleitung eine davon schenken, weil er sie so „bellissima“ findet. Von all den Komplimenten ganz gerührt wird eure Begleitung die Rose natürlich annehmen und dem fremden Herrn danken. Wenn ihr dann aber weiter gehen wollt, wird der Mann nochmals auf euch zukommen und euch um 2 bis 3 Euro für die Rose zu bitten! Da ist man dann ganz schön in der Zwickmühle: entweder nimmt man seiner Begleitung die Rose wieder ab, gib diese zurück, geht aber als ungehobelter Flegel durch, oder aber man kommt der Bitte des Mannes mit der Rose nach und gibt ihm ein paar Euro.

Kurz gesagt: Nehmt nichts an, was man euch auf der Straße anbietet. Denn kostenlos ist nur der Tod und der kostet das Leben 🙂

Der Trick mit dem Armband

Dieser Trick ist weitverbreitend – ein richtiger Klassiker könnte man sagen! Leider funktioniert diese Touristenfalle sowohl in Paris im Künstlerviertel Montmartre als auch in Rom immer noch wunderbar! Es gibt mehrere Varianten davon: Entweder spricht man euch an und fragt euch, ob ihr einen Zaubertrick sehen wollt, oder es kommt eine Person auf euch zu und will euch ein Freundschaftsarmband schenken. Wieder andere möchten dem weiblichen Part eines Paars ein Geschenk machen – „for free“ natürlich!

Eines läuft bei diesen Tricks jedoch immer gleich ab: Die Betrüger legen euch die Fäden für das Armband um den Finger und beginnen so dann, eines ihrer berühmten Freundschaftsarmbänder zu flechten. Dabei wird ein Knoten verwendet, den man nur schwer lösen kann. Sobald das Armband fertig ist, sollt ihr natürlich dafür zahlen! Einfach gehen, ohne zu zahlen? Denkt nicht mal dran! Diese Abzocker verfolgen euch so lange, bis ihr ein paar Kröten locker gemacht habt!

In Paris sind diese Betrüger leicht zu erkennen, weil es sich so gut wie immer um dunkelhäutige Personen handelt. In Rom wenden aber auch Italiener diesen Trick an. Deshalb ist es nicht immer einfach, die Betrüger auszumachen und ihnen aus dem Weg zu gehen.

Hier findet ihr weitere Informationen zur Sicherheit in Rom.

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