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Die magische Tür „Porta Alchemica“ in Rom

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Porta Magica Porta Alchemica Rom

Welches Geheimnis versteckt sich hinter der Porta Alchemica, der magischen Tür von Rom? Zurück ins Jahr 1680: Italien durchlebte eine Zeit der Stagnation, der Naturkatastrophen und Hungersnöte. Das Land stöhnt unter den Steuern der spanischen Krone. Aus dieser dunklen Zeit gibt es ein geheimnisvolles Relikt. Noch heute kann man dieses geheimnisumwitterte Monument neben der renommierten Kirche Sant’Eusebio im großen Garten der Piazza Vittorio beäugen: Der Marmorrahmen einer Tür, der zu beiden Seiten von zwei götzenhaften Statuen flankiert ist. Diese Tür gilt als das wichtigste inschriftliche Zeugnis Italiens für die uralte Wissenschaft der Alchemie. Sie heißt La Porta Magica – die magische Tür von Rom (auch genannt „Porta Alchemica“).

La Porta Magica – Die geheimnisvolle Tür

Einst muss diese Tür einer der fünf Eingänge zur Villa des Marquis Massimiliano Palombara gewesen sein. Sie war zwischen 1655 und 1680 errichtet worden. Der Marquis war einerseits als Literat und Vertrauter von Königin Christina Alexandra sowie andererseits als Liebhaber des Esotherischen und Okkulten bekannt. Die Porta Magica, die hin und wieder auch Porta Alchemica, Porta Ermetica oder Porta dei Cieli genannt wird (Alchemie Tür, Alchimistische Tür, Tür in den Himmel), ist der einzige Überrest der markgräflichen Villa.

Die Legende der Porta Alchemica

Einst kam ein erschöpfter Pilger an die Tore der Villa des Marquis Massimiliano Palombara, um ein Nachtquartier zu bitten. In der Nacht sah man den Pilger im Garten der Villa nach einem Gold produzierenden Kraut suchen – und im Morgengrauen verschwand der Pilger durch die Tür. Zurück gelassen hatte er Goldflocken, die aus einer erfolgreichen Transmutation stammten, sowie Papiere mit rätselhaften magischen Symbolen. Sie sollen das Geheimnis vom Stein der Weisen enthalten haben.

So hat der Marquis den Inhalt der Papiere mit allen Rätseln und Symbolen in die Türen seiner Villa schnitzen lassen. Er hoffte, eines Tages einen Zeitgenossen zu finden, der die Symbole des Pilgers entziffern kann. Später zierten die Symbole als Illustrationen diverse Alchemie-Schriften und verschiedene Abhandlungen zur esoterischen Philosophie.
Auf der übrig gebliebenen Porta Magica steht auf Lateinisch: „Es gibt drei Wunder – Gott und Mensch, Mutter und Jungfrau, Dreifaltigkeit und Eins.“ Dazu gibt es die Inschrift „Göttlicher Geist“ auf Hebräisch und auf Latein „Der Drache Hesperios bewacht den Eingang des magischen Gartens“. Außerdem gibt es alchemistische Symbole verschiedener Metalle zu sehen.

So ist La Porta Magica ein geheimnisvolles Relikt jener Zeit. Die sagenumwobenen Inschriften und Symbole sind damals wie heute von niemandem vollständig entziffert worden. Beschreiben sie die Verwandlung von Blei in Gold?

Besuch der Porta Magica in Rom

Porta Magica Porta Alchemica Rom

Die Magie dieses Ortes zieht auch heute noch zahlreiche Touristen an. Doch auch wenn die Tür ein unergründetes Geheimnis birgt und in gewisser Weise noch heute eine magische Anziehungskraft ausübt, nimmt diese Anziehungskraft – so interessant die Geschichte der Tür auch sein mag – stark ab, sobald man sich seine Nase das erste Mal am Gitter, das sich vor der Tür befindet, gestoßen hat …

So schade es auch ist: Man kann die Tür nur aus einer gewissen Entfernung betrachten, denn das Areal rund um die Tür ist mit einem Gitter abgesperrt. Man kommt also nicht ganz an die Porta heran und kann sie nur aus einer Distanz von ca. 10-15 Meter begutachten. Einmal durch die Tür gehen und mit Eimer voller Gold wieder herauskommen – das geht leider nicht.

Porta Magica Porta Alchemica Rom

Direkt hinter dem Gitter wurde auch eine Informationstafel aufgestellt, auf der man die Geschichte der magischen Tür noch einmal nachlesen kann.

Porta Magica Porta Alchemica Rom

Der Park, in der sich die Tür befindet, sieht nicht gerade sehr einladend aus. Die Bevölkerung ist hier sehr Multi-Kulti und ich habe auch einige Obdachlose gesehen. Unwohl muss man sich deswegen nicht fühlen: Es waren auch einige Familien mit Kinder im Park und die Kids spielten inmitten der Obdachlosen … Ein ungewohntes Bild.

Lage / Anfahrt Porta Magica


Die Porta Alchemica befindet sich im Park des Platzes Piazza Vittorio Emanuele II, genannt „Giardini Nicola Calipari“. Den Platz erreicht ihr ganz einfach über die gleichnamige Metrostation „Vittorio Emanuele“ auf der Linie A.

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