Start Freizeit Videospielemuseum „Vigamus“ in Rom: Zurück in die Zukunft!

Videospielemuseum „Vigamus“ in Rom: Zurück in die Zukunft!

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Videospielemuseum Rom Vigamus

Es gibt in Rom tatsächlich ein Museum für Videospiele! Nicht alles in Rom ist alt. Und auch wenn man im Vatikan auf einem Mosaikboden gehen kann, der 1700 Jahre alt ist, gibt es in Rom auch Orte, die sich mit der modernen Geschichte beschäftigen. Eines davon ist Vigamus, das Museum für Videospiele in Rom. Ich bin immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Aktivitäten und Vigamus zählt definitiv dazu. Ich habe ähnliche Museen und Ausstellungen in Paris und London besucht und war gespannt, wie das italienischen Museum für Videospiele abschneidet. Was euch bei Vigamus erwartet, was ihr beachten müsst und ob sich der Besuch im Computerspielemuseum von Rom lohnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Videospielmuseum Vigamus in Rom

Etwas abseits des historischen Zentrums, in einem Wohnviertel nördlich des Vatikans, befindet sich Vigamus. Auch wenn der Eingang überirdisch liegt, muss man erstmal zwei Stockwerke nach unten gehen. Es geht sozusagen hinunter in die „Spielhö(h)lle“!

Videospielemuseum Rom Vigamus

Die jungen Personen am Empfang waren sehr freundlich und konnten beide gut Englisch. Sie haben mir kurz erklärt, wie das Museum funktioniert:

  • Es gibt einen zentralen Bereich, der sich mit der Geschichte des Videospiels befasst, von den Anfängen in den 50er-Jahren bis zur heutigen Zeit.
  • Neben diesem zentralen Bereich gibt es 5-6 verschiedene Räume, in denen sich Konsolen und Arcade-Automaten befinden und wo man zahlreiche verschiedene Spiele ausprobieren kann.

Die zentrale Allee

Videospielemuseum Rom Vigamus

Videospielemuseum Rom Vigamus

In der zentralen Allee des Museums könnt ihr euch sehr ausführlich über die Geschichte des Videospiels informieren. Wie die Dame am Empfang sagte, muss man einfach nur dem „Pacman auf dem Boden folgen“ um das Ganze chronologisch anzugehen.

Die Informationstafeln sind alle auf Italienisch und Englisch, sodass man auch als Ausländer alles versteht – vorausgesetzt, man spricht natürlich ein wenig Englisch.

Videospielemuseum Rom Vigamus

Videospielemuseum Rom Vigamus

Videospielemuseum Rom Vigamus

In den Vitrinen könnt ihr euch zahlreiche alte Konsolen und Vorreiter von modernen Computern anschauen. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich auch einige wirklich sehr seltene Konsolen, wie zum Beispiel der Virtualboy von Nintendo – die erste Virtual-Reality Konsole der Geschichte, die schon 1995 veröffentlicht wurde. Der Bildschirm war damals nur zweifarbig (rot und schwarz) und die Konsole war ein echter Flop, da vielen Spielern schon nach kurzer Zeit schlecht wurde.

Bei vielen Millenials und Personen der Generation Y wird beim Anblick der älteren ausgestellten Spielen (Pacman, Lemmings, Monkey Island oder Street Fighter) sicherlich ein wenig Nostalgie aufkommen. Denn womöglich haben diese Spiele sie ihre ganze Jugend lang begleitet. Ich habe hier zum Beispiel seit Jahren mal wieder eine Diskette gesehen!

Videospielemuseum Rom Vigamus

Die Deko bzw. die Inszenierung des Raumes ist sehr gelungen und erinnert an alte Videospiele der 80er-Jahre – Ready Player One lässt grüßen.

Die Spielräume

Spannend wird es, wenn man die Räume neben der zentralen Allee betritt, die sogenannten „Gaming Areas“. Dort kann man nämlich unendlich viele Spiele ausprobieren.

In erster Linie macht es natürlich Spaß, an den alten Arcade-Spielautomaten zu zocken. Man kann dort uralte Spiele wie Space Invaders oder auch Pacman oder Bubble Boy spielen, die es teilweise heute alle für Smartphones gibt. Die Original-Versionen passten damals allerdings noch nicht in die Hosentasche!

Videospielemuseum Rom Vigamus

Videospielemuseum Rom Vigamus

Videospielemuseum Rom Vigamus

Neben den Spielautomaten gibt es auch einige Räume in denen ‘zig Konsolen wie Playstation, Gamecube, Nintendo 64 oder Sega Saturn stehen. Es laufen verschiedene Spiele, die teilweise zu zweit spielbar sind.

Videospielemuseum Rom Vigamus

Am Ende der Besichtigung wartet dann auf euch noch der Oculus Room, in dem man die neuen Virtual-Reality-Helme ausprobieren kann. Unter der Woche befindet sich dort kein Mitarbeiter, aber ihr könnt die Personen am Empfang fragen, ob ihr die Spiele ausprobieren könnt. Fragt ruhig, die Dame hat mir gesagt, ich sollte mich einfach an sie wenden, wenn ich die Helme ausprobieren möchte.

Computerspielemuseum Rom: das Fazit

Das Museum ist super, sowohl für große als auch für kleine Besucher, auch wenn es sicherlich wohl eher eine männliche Kundschaft ansprechen wird. Man lernt sowohl etwas über die Geschichte der Videospiele, kann aber auch gleichzeitig viele Spiele ausprobieren, da unzählige Konsolen und Computer zur Verfügung und freien Benutzung stehen – ein gelungener Mix aus Theorie und Praxis bzw. Geschichte und Interaktion! Unter den Ausstellungsstücken befinden sich auch zahlreiche seltene Konsolen. Wer sich mit dem Thema auskennt, weiß sicherlich, dass alte Spiele und Konsolen heutzutage auch mal für Tausende von Euro gehandelt werden. Umso erstaunlicher ist es, so viele davon an einem Ort zu sehen. Visuell ist das Museum sehr gelungen: Die verschiedenen Infotafeln und auch die Wanddeko wurden sehr schön gestaltet, alles im Retrogaming-Look.

Vigamus ist also quasi ein Pflichtstopp für alle Familien, die mit Kindern in Rom unterwegs sind. Aber auch für ältere Generationen lohnt sich der Besuch. Viele werden sich in ihre Jugend zurückversetzt fühlen und wieder die Spiele spielen können, mit denen sie groß geworden sind – oder die sich nie leisten konnten!

Eintrittspreise

Der Eintrittspreis für VIGAMUS, das „Museo del Videogioco“, liegt bei 8 € für Erwachsene. Der ermäßigte Eintrittspreis (Kinder 6 bis 14 Jahre, behinderte Personen und Senioren 65+) beträgt 5 €.

Kostenlose ist der Eintritt für Personen unter 6 und für Besitzer des Rome City Pass.

Die Eintrittstickets gelten für den ganzen Tag. Wer den ganzen Tag in VIGAMUS verbringen möchte, kann sich morgens ein Ticket holen und vormittags zocken, mittags irgendwo etwas essen gehen und dann am Nachmittag noch einmal für ein paar Stunden zurückkommen!

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten von VIGAMUS: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag durchgehend von 10 Uhr bis 20 Uhr.

Geschlossen ist das Museum immer am Montag, am 25. und 26. Dezember, am 1. Januar, und über das Osterwochenende (einschließlich Karfreitag und Ostermontag).

Die Bilder hier sind an einem Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr entstanden (nicht während der Schulferien) und wie ihr seht, hatte ich das Museum fast für mich ganz alleine. Am Wochenende und während der italienischen Schulferien kann es auch mal ein wenig voller sein, wie mir die Dame am Empfang erklärt hat – da dann natürlich viele Kids hierhin kommen.

Lage & Anfahrt

Das Museum liegt etwas abseits des Zentrums an der Adresse Via Sabotino, 4, 00195 Roma. Lasst euch aber nicht abschrecken, es ist trotz allem relativ einfach zu erreichen.

Ich empfehle euch, entweder mit dem Bus zur großen Station „Risorgimento“ zu fahren (direkt neben dem Vatikan) oder die Metro bis zur Station „Ottaviano“ (Linie A) zu nehmen.

In „Ottaviano“ oder „Risorgimento“ könnt ihr dann den Bus Nummer 32 nehmen, der etwa 200 Meter entfernt von VIGAMUS hält (Stationen „Viale Angelico/Mazzini“ oder „Viale Angelico/Dardanelli“).

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